Dienstag, 14. November 2017

Fundsache 7

Ich weiß nicht, wer Manfred Schneider war, das kleine Heft stammt aus meiner Reclam-Sammlung, die ich zum 150. Jubiläum des Verlags mal wieder rausgekramt habe. Offensichtlich tat sich Manfred schwer mit Schiller.


Freitag, 3. November 2017

Es ist wieder soweit

Pünktlich am 1. November 2017 hat er wieder begonnen - der NaNoWriMo.
Oder ausgeschrieben: der National Novel Writing Month.

50.000 Wörter in 30 Tagen. Das ist das Ziel. Wie tausende andere Schreibwütige mache ich seit vielen Jahren mit, oft, ohne das Ziel wirklich zu erreichen und mehr nach dem Motto: Dabei sein ist alles.
In diesem Jahr will ich mehr. In diesem Jahr will ich die Ziellinie überqueren. Ich habe einige Projekte vor mir, die genau das brauchen: Einen freien Kopf und schreiben, ohne darüber nachzudenken.
Ähnlich wie bei meinen Morgenseiten hilft der NaNoWriMo nämlich genau dabei. Wer das festgelegte durchschnittliche Schreibziel täglich erreichen will, hat keine Zeit mehr für langes Grübeln, für gründliches Plotten und Recherchieren. Wer dieses Ziel erreichen will, muss sich an die Tastatur setzen und drauflos schreiben. Vielleicht ist genau das das Geheimnis. Vielleicht ist es genau das, was diesen Schreibmonat für mich zu so einem besonderen macht.

Ich bin im normalen Leben ein Kopfschreiber. Sprich, ich plotte sehr gründlich und noch bevor ich den ersten "richtigen" Satz im Manuskript schreibe, steht meine komplette Geschichte. Bisher bin ich damit immer gut gefahren, aber im NaNoWriMo ist dafür keine Zeit. Und schon erst recht nicht, wenn genau in diesem Monat auch noch fast täglich Lesungen oder Schreibworkshops anstehen. Also versuche ich, meinen inneren Lektor einmal abzuschalten und ungefiltert aufzuschreiben, was da in mir nach außen drängt. Ich achte dabei nicht allzu sehr darauf, wie viele Wörter ich jeden Tag im Schnitt schreiben müsste und ob ich diesen Schnitt auch einigermaßen einhalte.
Es wird wegen der vielen anderen Termine Tage geben, an denen ich gar nicht schreiben kann und dann  zwischendurch hoffentlich auch immer mal wieder Tage, an denen ich nichts anderes tun werde. Am Ende soll eine halbwegs fertige Geschichte vor mir liegen.



Ihr könnt mein Schreiben anders als sonst online verfolgen. Nämlich da oben links neben diesem Posting. Dort habe ich einen kleinen Ticker eingebunden, der meine NaNoWriMo-Fortschritte penibel registriert und gleichzeitig kommentiert. In Farbe. Tage, an denen ich die erforderliche Zahl an Wörtern erreicht habe, markiert dieser Ticker grün, Tage, an denen ich so knapp unterm Schnitt liege, gelb, und Tage, an denen ich nichts bzw. viel zu wenig geschrieben habe, werden im Ticker rot angezeigt. Vermutlich werde ich sehr viele rote Tage haben. Was zählt, ist das Ziel.
Und das Wissen, dass ich nicht alleine bin. Überall da draußen sitzen aktuell Menschen an ihre Tastaturen und schreiben um die Wette. Mit einigen von ihnen bin ich im Kontakt. Wir spornen uns gegenseitig an, machen uns Mut und trösten auch mal, wenn es einen Tag so überhaupt nicht klappen wollte. Zu wissen, dass man nicht alleine am Schreibtisch sitzt, ist vielleicht der zweite Motivator beim NaNoWriMo. Denn das Geschäft des Schriftstellers ist ein einsames. Nur eben nicht im November. Da tun mir eher all die leid, die sich nicht aufraffen konnten oder aus anderen Gründen daran gehindert waren, sich auf die Rennstrecke um die 50.000 Wörter zu begeben.

Wer von euch ist dabei? Mich findet ihr auf der NaNoWriMo-Webseite unter "Holundermond".
Wenn ihr mir im Kommentar eure Usernamen verratet, dann füge ich euch meiner "Buddy-Liste" hinzu. Gemeinsam schreibt es sich schließlich noch besser.


Donnerstag, 2. November 2017

Roofer ist Jugendbuch des Monats Oktober

Diese Nachricht erreichte mich heute aus dem Verlag:

Im Oktober 2017 hat die Jugendbuch Gemeinschaft JuBuCrew Göttingen meinen Roman "Roofer" zum Buch des Monats gewählt.
Die JuBu-Crew der Arbeitsgemeinschaft Jugendbuch Göttingen bietet Kindern und Jugendlichen aus Göttingen und Umgebung die Möglichkeit, neu erschienene Bücher zum Lesen auszuleihen, beim wöchentlichen Treffen mit anderen Interessierten über die Bücher zu diskutieren und diese zu bewerten.
Die JuBu-Crew vergibt als unabhängige, selbstorganisierte Gruppe Jugendlicher (unter 18) die Auszeichnung "Buch des Monats" jeweils an ein besonders lesenswertes Buch.

Die JuBu-Crew ist übrigens auch eine der sechs Jugendjurys des Deutschen Literaturpreises.

Maja Duchatsch (15) begründete die Wahl u.a. so:

"... Die Autorin erzählt die Geschichte aus der Sicht von Alice mit einem flüssigen, spannenden und fesselnden Schreibstil. Sie hält sich nicht mit langatmigen Beschreibungen auf, sondern formuliert präzise und knapp das Wesentliche, sodass man gar nicht aufhören kann zu lesen.Auch das Cover ist sehr gut gelungen, da schon mit einem Blick die Thematik und die Gefahr, die damit zusammenhängt deutlich wird.Insgesamt kann man einfach nur sagen, dass das Buch auf jeden Fall empfehlenswert ist, da es in einem rasanten Tempo eine unglaublich spannende und realistische Geschichte erzählt, in der man sich wunderbar in die Personen hineinversetzen kann.
Zudem werden auch Themen wie das Risiko der Freiheit und Opfer, die man anderen zuliebe erbringt, aber auch Vorurteile und Rassismus behandelt.Von mir bekommt das Buch daher eine durchgehend positive Bewertung und eine dringende Leseempfehlung für alle Jugendlichen."


Ich freu mich! Totalst. Mehr kann ich dazu gerade gar nicht schreiben.