Samstag, 22. Juli 2017

"Schwarz innen" von Zoë Beck

Eigentlich sollte hier heute eine Erklärung über die Änderung meines neuen Blognamens kommen. Das muss warten. Aus Gründen.
Nach dem Suizid von Chester Bennington ist - mal wieder - eine Krankheit in aller Munde, die sich sonst fies lächelnd hinter "stell dich doch nicht so an" oder "nun lass dich nicht so hängen" bis hin zu "wenn man will, dann kann man auch" versteckt: Depressionen.
Auch in meinem ganz engen Umfeld leben Menschen mit dieser Krankheit.  Und auch sie erfahren diese RatSCHLÄGE fast täglich. 
Wer an Depressionen leidet, hat trotz aller Aufgeklärtheit, trotz der auch jetzt wieder vollmundig geführten Diskussionen zu diesem Thema, in unserer Gesellschaft kaum eine Chance zu bestehen. Jemand, der manche Tage nur hinter verschlossenen Türen und runtergelassenen Rollläden ertragen kann, gilt bei uns sehr schnell als schwach, unfähig, undankbar gegenüber den Möglichkeiten, die dieses tolle Leben ihm doch bietet, wenn nicht sogar einfach als faul und unwillig. 
Obwohl ich selbst nicht betroffen bin, könnte ich Bücher füllen mit all den Vorverurteilungen und dem Unverständnis, das diesen Menschen entgegengebracht wird, mit der Häme, die sich über ihrem Scheitern an gesellschaftlichen Normen ergießt, mit der Verachtung, wenn sie mal wieder eine Erwartung nicht erfüllt haben. 

Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch

Wie sich Depressionen anfühlen, kann ich nur erahnen. Wie es sein muss, mit ihnen täglich zu leben, können nur Betroffene uns wirklich schildern. Und selbst die tun sich schwer, weil es nun mal ein Unterschied ist, eine Krankheit zu beschreiben oder sie zu haben. 
Und weil es für Depressionen scheinbar doch oft gar keinen Grund gibt. Warum lebt jemand in einer grauen Wolke, der doch offensichtlich alles hat, was man zu einem glücklichen Leben braucht? Wie kann man so faul und undankbar sein?
Ich finde diese Fragen genauso überflüssig, ja absurd, wie die Frage, warum jemand Lungenkrebs bekommen hat, der doch nie geraucht und auch sonst nur gesund gelebt hat. 
Depressionen sind keine Unzufriedenheit mit äußeren Lebensumständen. Mit Undankbarkeit haben sie nichts zu tun. Sondern mit chemischen Vorgängen im Kopf. Und die kann keiner von uns steuern. 

Heute hat sich meine Kollegin Zoë Beck zu Wort gemeldet. Ihren Artikel "Schwarz innen" hat sie als Betroffene geschrieben. 
Bitte lest diesen Artikel! Selten habe ich eine so gute Erklärung dafür gefunden für das, was da in einem Menschen passiert, der an dieser Krankheit leidet. Als Außenstehende kann auch ich nur immer wieder versuchen zu verstehen. Und selbst mein Wunsch, das zu versuchen, wird von Freunden und Angehörigen oft mit Kopfschütteln bedacht. Oder mit dem dringenden Rat, möglichst schnell das Weite zu suchen.

Depressionen sind eine Krankheit. Ich kann diese Krankheit nicht heilen. Aber ich kann mich bemühen, Menschen, die darunter leiden, zu verstehen, in dem ich mich bemühe, diese Krankheit ein Stück weit kennenzulernen und zu verstehen. 
Wir alle können das. Deshalb noch einmal: Bitte lest diesen Artikel:






Sonntag, 16. Juli 2017

Süchtig nach dem Kick

Cover Jutta Wilke "Roofer" vor einem blauen Wolkenhimmel (Coppenrath / picture alliance / Hauke-Christian Dittrich / Collage: Deutschlandradio)


Nachdem die Roofer schon durch das Studio von hr2 geklettert sind, haben sie jetzt auch den Deutschlandfunk erobert.
Sylvia Schwab von Deutschlandradio Kultur hat sich meines Romans angenommen und ihn hier besprochen:



Viel Spaß beim Lesen oder Anhören!






Montag, 10. Juli 2017

Findet die Roofer

Das ist schon toll, wenn man in die Buchhandlung kommt und dann seinen neuen Roman so wunderbar an einer ganzen Wand präsentiert findet. Noch dazu eingerahmt von allen anderen derzeit noch lieferbaren Titeln von mir. Klar musste ich schnell ein Beweisfoto für euch machen und das brachte mich dann auf eine Idee:


gefunden in der Buchhandlung "Bücher bei Dausien" in Hanau, Salzstraße


Ich bin nämlich total neugierig, ob Roofer es auch schon in eure Buchhandlung geschafft hat. Deshalb wäre es toll, wenn ihr nachgucken geht und mir dann ebenfalls ein Foto schickt zusammen mit dem Ort oder dem Namen der Buchhandlung. 
Die Fotos werden dann hier veröffentlicht. Und unter allen Einsendern verlose ich drei signierte Exemplare von Roofer. Druckfrisch. Und garantiert spannnend. 
Schickt eure Fotos an post(at)juttawilke(punkt)de
Einsendeschluss ist der 15. August 2017.

Viel Glück!



Donnerstag, 6. Juli 2017

Hamburger Vorlese Vergnügen

Vom 10. - 14. Juli 2017 findet es wieder statt: Das Sommer - Literaturfestival für Kinder.
Fast 40 Lesungen und Workshops für Kinder und Jugendliche werden in dieser Zeit angeboten und das Beste: Ich darf diesmal Teil dieser wunderbaren Veranstaltung sein, die bereits zum dritten Mal ausgerichtet wird.

Am Freitag, dem 14. Juli ab 10:00 Uhr werde ich in der Flussschifferkirche im Binnenhafen nahe der Speicherstadt aus meinem Roman "Schwarz wie Schnee" lesen. Was für ein Leseort! Ich werde euch auf jeden Fall nach der Lesung darüber berichten und auch erzählen, ob das Schiff ruhig im Wasser lag oder ich am Ende während der Lesung seekrank geworden bin.

Das komplette Programm für das diesjährige Hamburger Vorlese Vergnügen mit sämtlichen Kolleginnen und Kollegen sowie den  Veranstaltungsorten findet ihr HIER.



Mittwoch, 5. Juli 2017

Roofer bei hr2 Kultur

Es war eine aufregende Erfahrung.
Vergangene Woche wurde ich zu einem Gespräch in den Hessischen Rundfunk nach Frankfurt eingeladen. 


Daniella Baumeister wollte mit mir über meinen aktuellen Roman Roofer sprechen.
Das Ergebnis wurde gestern im Rahmen des Kulturcafés ausgestrahlt. Hier werden jeden Nachmittag unter dem Titel "Das aktuelle Kulturgespräch" Gespräche und Interviews mit Kulturschaffenden gesendet.
Das aktuelle Kulturgespräch mit mir und Roofer könnt ihr euch HIER anhören.



Montag, 19. Juni 2017

House of One

Nachdem ich im letzten Beitrag viel über Steine gejammert habe, die mir im Weg herumliegen, möchte ich euch heute von Steinen berichten, aus denen Menschen etwas Wunderbares bauen: 
Das House of One.
Nie gehört? 
Das House of One entsteht zur Zeit in Berlin. Seit 2011 wird an diesem Konzept geplant und inzwischen auch tatkräftig gearbeitet. Auf dem Petriplatz, dem Standort der ehemaligen Petrikirche, die seinerzeit dem Mauerbau weichen musste und gesprengt wurde, soll das House of One entstehen, ein sakraler Bau für drei Religionen, ein Haus, in dem das Miteinander der Religionen "friedvoll, in großer Offenheit und in Würdigung der Verschiedenheit gelebt wird."



Schon die Idee dieses Hauses finde ich wunderbar. Wer mehr über dieses Projekt wissen möchte, kann sich auf der Homepage des House of One umsehen, kann die Entwürfe der Architekten bewundern, den Fortschritt der Bauplanung mitverfolgen, die einzelnen Veranstaltungen zum House of One besuchen oder zumindest virtuell nacherleben. Vor allem aber kann man das Projekt unterstützen: Ganz einfach durch den Kauf eines oder mehrerer Steine für diese wunderbare Idee.

Ich wollte euch das alles schon längst zeigen und dabei auch erzählen, was ich nun persönlich mit dem House of One zu tun habe, aber ich musste erst noch auf eine endgültige Mail aus Berlin warten, die nun in der letzten Woche eingetroffen ist.

Parallel zum "großen" House of One wird die Idee nämlich unterstützt vom Projekt "Young House of One" , einem Projekt des Alice Museums für Kinder im FEZ Berlin und der Stiftung House of One in Kooperation mit der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, der Humboldtuniversität zu Berlin und raumlabor Berlin.



Was hat es jetzt mit diesem "Young House of One" auf sich?

Auf seiner Homepage schreibt das Alice Museum für Kinder dazu:

Die Idee des House of One - das als weltweit erster Sakralbau eine Synagoge, eine Moschee und eine Kirche unter einem Dach vereinen soll - will Antworten auf eine der drängendsten Fragen liefern: Wie wollen wir zusammen leben? Wir beteiligen uns schon heute mit dem Young House of One an der Debatte. Ausgetragen wird sie von Kindern und Jugendlichen, Künstlern und Architekten, Musikern und Schauspielern. 

Das Projekt startete im Mai mit einer großen Mitmachbaustelle mitten in Berlin, genau da, wo später das House of One entstehen soll. 



Im Oktober geht es in Berlin weiter. Mit Theaterworkshops, Poetryslam, gemeinsamer Musik, philosophischen Projekten, Puppenbau, Objektkunst und einer Schreibwerkstatt. Kinder und Jugendliche aller Kulturen und aller Religionen werden an diesen Workshops teilnehmen. Und das für mich vollkommen Wunderbare und Vorfreudige daran: 
Die Schreibwerkstatt darf ich mit den Kids machen! 
Ich freue mich wahnsinnig auf dieses Projekt. Das Miteinander der Kulturen und auch der Religionen ist ein Thema, das mir sehr sehr am Herzen liegt. Dieses Thema zusammen mit Musikern, Objektkünstlern, Malern, Schauspielern und vielen anderen gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeiten zu dürfen, ist ein wirklich großartiges Geschenk an mich. Einen besseren Ort für eine entsprechende Schreibwerkstatt hätte mir niemand anbieten können.

Und damit möglichst viele Menschen auch mitbekommen, was die Teilnehmer in den einzelnen Kursen und Workshops so alles auf die Beine stellen, wird es am 20. Oktober 2017 ein großes Abschlussfest in und an der Berliner Marienkirche geben, bei dem die Ergebnisse sogar teilweise auf das Dach der Kirche projeziert werden sollen. 

(c) Alice Museum für Kinder


Wenn ihr neugierig geworden seid, mehr zum House of One und mehr zum Young House of One wissen möchtet, dann schaut euch einfach diese beiden Links an:


Dienstag, 6. Juni 2017

Steine auf dem Weg

Im Moment hadere ich etwas mit meinem Schicksal. Nur ein bisschen. Aber wer auch immer dafür verantwortlich ist, hat offensichtlich Spaß daran, es mir nicht zu einfach zu machen. Immer dann, wenn ich denke, jetzt läuft es, wirft er mir ein paar Steinchen in den Weg, die mich ins Stolpern bringen. Aufstehen, Krönchen richten, weiter gehen. Wie oft habe ich anderen schon diesen Rat gegeben, wie oft habe ich ihn mir selbst schon gegeben. Aber im Moment fühle ich mich müde. Zu müde zum Aufstehen. Am liebsten würde ich mich einfach ins Gras legen und darauf warten, dass jemand kommt, neben mir eine Picknickdecke ausbreitet mit allem, was mein Herz begehrt und dann rumgeht und die Steine wegräumt. Aber das passiert leider nicht. Ja, ich kenne auch den Spruch, dass man aus den Steinen was Schönes bauen kann. Aber dazu müsste man sie ja erst einmal einsammeln. Und manche sind wirklich schwer wie Felsbrocken. 
Ein paar Tage habe ich versucht, mich an den eigenen Haaren hochzuziehen, auch eine Methode, die ja funktionieren soll. Habe mir die wirklich tollen Rezensionen für Roofer angesehen, mich mit dem Verkaufsstart des Romans getröstet, mir gesagt, dass ich doch allen Grund habe, glücklich und zufrieden in die Welt zu gucken. Aber da liegen eben diese Steine ... und manche sind zu groß, um dran vorbei oder drüber zu gucken. 
Es bringt vermutlich auch nichts, einfach nichts zu tun. Darauf zu warten, dass die Steine von selbst zu Staub verfallen. Soviel Zeit will ich nicht investieren. Aber ein bisschen Pause darf ich vielleicht machen? Pause vom "Funktionieren müssen". Pause vom "Angst haben". Pause vom "immer für alle da sein". Pause vom "ich kenne den Weg!" Ich kenne ihn aktuell nämlich leider gar nicht. Und mein Bauch, auf den ich mich sonst immer verlassen kann, will mir gerade auch nicht helfen. 
Einen Vorteil hat das alles. Ich kann schreiben. Offenbar brauche ich die Widrigkeiten des Lebens, um wirklich gut schreiben zu können. Diese ganz intensiven Gefühle sind es, die mich Wörter auf Papier bringen lassen. Wut, Trauer, Zorn, Verzweiflung. Und der Druck, eigentlich überhaupt keine Zeit zum Schreiben zu haben. Also meint es vielleicht doch einer gut mit mir, dass er mir eher weniger Glitzer übers Leben streut. Obwohl ich mir schon als Kind immer alles so wunderbar ausgemalt hatte. Im Drehbücher schreiben fürs eigene Leben bin ich nämlich gut. Eher weniger geschickt bin ich dann in der Umsetzung. Falsche Besetzung, falsches Setting, falscher Zeitpunkt oder das Geld geht mir aus. Letzteres besonders häufig.
Und jetzt sind da wieder diese Steine. Nicht ein großer, dicker, sondern viele kleine und mitteldicke. Ich sitze hier und betrachte sie. Irgendwann werde ich aufstehen und sie einen nach dem anderen wegtragen, wegwerfen oder vielleicht auch darüber steigen. Aber erst muss ich noch ein bisschen Kraft sammeln. Auch ohne Picknickdecke kann ich mich zurücklegen und in den Himmel gucken. Und manchmal tut es richtig gut, einmal die Perspektive zu wecheln.




Mittwoch, 17. Mai 2017

Reise in die Steinzeit

Ich hatte euch schon erzählt, dass ich letzte Woche anlässlich der Schülerlesetage in und um Göttingen unterwegs war.
Eins der schönsten Erlebnisse überhaupt hatte ich in der Grundschule am Wall in Hann. Münden.
Hier durfte ich die Kinder der Sprachheilklassen 1 und 2a besuchen, die zusammen mit ihrem Lehrer, Herrn Faupel, eine ganz besondere Reise unternommen haben: eine Reise in die Steinzeit.
Inspiriert wurden sie hierzu durch mein Buch "Finn und Papa spielen Steinzeit", und wie Finn und Papa begaben sich auch die Kinder im Stockdunkeln in ihrer Schule auf Spurensuche. Nur gut, dass Herr Faupel dabei war. Zusammen entdeckten sie gefährliche wilde Tiere, merkwürdige Steinzeitgewächse und bestanden mutig alle Gefahren. Das wichtigste Motto bei dieser Reise: Wir halten zusammen!
Ich bin überglücklich, dass es Lehrer wie Herrn Faupel gibt. Und ich würde mir für alle Kinder dieser Welt wünschen, dass sie auch solche Lehrer haben. Lehrer, die es schaffen, selbst bei Kindern, die beim Sprechen, Hören und Lesen auf große Probleme stoßen, Begeisterung für das geschriebene Wort und den Umgang mit der Sprache zu wecken, Lehrer, die neugierig machen auf das Buch und auf das Leben überhaupt.
Wie toll das in der Grundschule am Wall gelungen ist, könnt ihr auf dem Film sehen, den Herr Faupel mir zugeschickt hat und der auch im Rahmen der Eröffnungsfeier der Schülerlesetage in Göttingen auf große Begeisterung gestoßen ist.



video


Weil der Film zum Hochladen viel zu groß war, musste ich ihn ein wenig komprimieren. Leider hat die Qualität des Films, der "in echt" noch viel viel schöner ist, darunter etwas gelitten. Aber ich glaube, einen kleinen Eindruck von dem, was mein neuer Lieblingslehrer Herr Faupel da mit Tyler, Evangeline, Fatmir, Felix, Keanu, Mia, Nicola und Panagiotis geleistet hat, könnt ihr euch doch verschaffen. Viel Spaß damit!



Dienstag, 16. Mai 2017

Roofer jetzt schon lesen!

Wolltet ihr schon immer mal einen Roman vor allen anderen Leuten lesen? Der oder die erste sein, die ein Buch in den Händen hält und es rezensiert? Eine Bewertung abgeben noch bevor das Buch in den Läden steht?
Die Plattform vorablesen.de macht es möglich.



Seit gestern ist die Leseprobe zu meinem neuen Roman Roofer auf dieser Plattform online. 
Allerdings nur noch für wenige Tage. Denn es kommt noch besser: Bei vorablesen.de kann man das Buch nicht nur anlesen, sondern auch gewinnen:
Wer innerhalb der nächsten Tage die Leseprobe liest, ein erstes Feedback und einen Leseeindruck veröffentlicht, hüpft in den Lostopf  und hat die Chance auf eins der kostenlosen Vorabexemplare von Roofer!
Ich bin jetzt schon gespannt, wer bei dieser ersten Leserunde alles dabei sein wird. Und wenn ihr mitmachen wollt, drücke ich euch natürlich die Daumen!




Samstag, 6. Mai 2017

Tierisch spannend

Die Koffer sind gepackt, die Bücher liegen bereit, ab morgen bin ich eine Woche unterwegs auf den diesjährigen Schülerlesetagen in Göttingen.

Gleich morgen gibt es eine große Eröffnungsveranstaltung, auf die ich mich schon sehr freue, weil das Programm absolut abwechslungsreich und spannend klingt. Passend zum diesjährigen Motto eben: Tierisch spannend.



In der Paulinerkirche werde ich verraten, warum ich eigentlich Kinderbücher schreibe. Und ich werde gebannt den anderen Kolleginnen und Kollegen zuhören, die ebenfalls mit mir gemeinsam eine Woche lang für tierische Spannung in den  Göttinger Schulen sorgen werden:

  • Antje Babendererde
  • Hans-Jürgen Feldhaus
  • Katja Reider
  • Angela Waidmann
Wer den einen oder anderen von uns gerne live erleben möchte, kann entweder morgen in die Paulinerkirche in Göttingen kommen, oder er schaut einfach mal auf der Homepage der Schülerlesetage 2017 und sucht nach den anderen öffentlichen Veranstaltungen.

Ich freue mich jedenfalls schon riesig auf die Schülerinnen und Schüler.

Natürlich habe ich Florentine im Gepäck und die ist auch schon sehr sehr aufgeregt!




Donnerstag, 4. Mai 2017

Fundsache 6

gefunden in; Das Leben des Lazarillo von Tomes
mit Bildern von Michael Mathias Prechtl
Büchergilde Gutenberg 1984


Mittwoch, 3. Mai 2017

Lesung in Bürstadt

Riesig gefreut habe ich mich über die Einladung in die Erich-Kästner-Schule in Bürstadt, durfte ich doch endlich wieder aus meinem Roman "Schwarz wie Schnee" lesen. Wer mehr zu der Veranstaltung in Bürstadt wissen möchte, kann hier den kompletten Presseartikel nachlesen: Bürstädter Zeitung



Auf dem Presse-Foto halte ich noch das alte (Lese)Exemplar in der Hand, aber inzwischen ist das neue Buch da und einen ersten Klassensatz habe ich gestern schon signiert und verschickt.



Ich bin mit der neuen Auflage richtig richtig glücklich. Aus dem ehemaligen Softcover ist ein Hardcover geworden. Trotzdem ist das Buch jetzt mit nur 8.90 € auch für Jugendliche erschwinglich. Und ganz bald wird es sogar jede Menge Begleitmaterial für die LehrerInnen dazu geben.

Wer das Buch direkt bei mir bestellen möchte, bekommt es selbstverständlich signiert und portofrei zugesandt. Und als kleines Dankeschön gibt es zu jedem Buch noch ein Lesezeichen von mir.




Montag, 1. Mai 2017

Im Mai ist #Autorinnenzeit

Wer regelmäßig im Netz unterwegs ist, konnte diesen Hashtag gar nicht übersehen. Es ist Mai und ab heute ist definitiv #Autorinnenzeit.


Initiator dieser tollen Aktion ist der Autor Sven Hensel, der auf seiner Website erklärt, worum es ihm damit geht: Um Gleichberechtigung und Anerkennung für schreibende Frauen.
Der Literaturbetrieb ist überwiegend männlich. Nicht etwa, weil es die Autorinnen nicht gibt, sondern weil sie in allen Bereichen der Branche immer noch benachteiligt werden.
Als Beispiel sei nur eins der Themen genannt, das Sven Hensel in seinem Blogbeitrag aufgegriffen hat und das mir besonders am Herzen liegt: Die Schullektüre.

So nennt die Lektüreliste für Gymnasien des Landes Baden Württemberg 236 deutschsprachige Werke, die "im Unterricht gewinnbringend gelesen werden können". Von diesen 236 Werken stammen nur 20 von Frauen. 
Ich habe die Schullektüren meiner immerhin fünf Kinder (zwischen 11 und 25) der letzten Jahre durchgesehen. In all den Schuljahren haben sie kein einziges Buch einer Autorin gelesen. 

Viele weitere solcher Beispiele findet ihr auf der Seite von Sven Hensel, ich will sie hier nicht alle wiederholen. Fest steht für mich, dass es noch viel zu tun gibt, damit Autorinnen tatsächlich gleichberechtigt neben ihren männlichen Kollegen im Literaturbetrieb existieren können. Und dafür kommt die Aktion von Sven genau richtig. 
Ich bin dabei. 

Sven hat sich ein paar Aufgaben für den Monat Mai überlegt, Diese Aufgaben hat er in Form eines Autorinnenzeit-Scheins veröffentlicht, auf dem noch einige Felder für eigene Ideen frei gelassen wurden. 

Ich will versuchen, mich im Mai so oft wie möglich an dieser wunderbaren Aktion zu beteiligen. Erledigte Aufgaben werde ich auf dem Schein durchstreichen. Da ich im Mai auch einige Zeit auf Lesetour bin, schaffe ich es sicher nicht täglich, etwas zum Thema beizutragen. Aber eine Lesetour ist ja im Grunde auch ein Beitrag. Immerhin lernen die Kinder so wenigstens einmal Bücher einer Autorin kennen ☺



Mittwoch, 26. April 2017

Leseprobe Roofer

Heute ist es bei mir eingetrudelt. Das allererste gedruckte fix und fertige Vorab-Leseexemplar meines neuen Romans Roofer. Und in echt kommt das Cover noch viel viel besser als auf den Fotos. Richtig fein mit glänzendem Spotlack. Ich habe immerzu über die roten Turnschuhe des Jungen gestreichelt.




Und zeitgleich dazu gibt es vom Coppenrath-Verlag ein ganz besonderes Häppchen: Eine Online-Leseprobe. Wer auf das unten stehende Bild klickt, kann sich die kostenlose Leseprobe der ersten drei Kapitel gleich herunterladen.
Ich wünsche allen, die jetzt schon neugierig sind, viel Spaß beim Lesen. Roofer ist dann endgültig ab Juni 2017 im Handel.

Zum Download bitte das Bild anklicken

Samstag, 22. April 2017

Vorfreude ist die schönste Freude

... und diesmal kann ich sie sogar mit euch teilen.

Roofer ist auf dem Weg in die Buchhandlungen. Und so sieht er aus, mein neuer Roman.




Wenn ihr das Buch aufklappt, ergeben Vorder- und Rückseite ein wunderbares Ganzes. Selten war ich mit einem Cover so glücklich wie mit diesem.




Ein bisschen müsst ihr euch noch gedulden, der Erscheinungstermin wird irgendwann im Juni sein. Aber - siehe oben - Vorfreude ist ja auch schon mal was, oder?

Zur Entstehungsgeschichte, zum Inhalt, zu den Hintergründen dann später mehr.





Donnerstag, 20. April 2017

Wir beginnen dieses Leben zu lieben

Zugegeben, ich bin ein bisschen in der Versenkung verschwunden. Das hat gleich mehrere Gründe.
Der beste: Ich stecke mitten in einem Manuskript, ein Jugendbuch diesmal und noch dazu ein Herzensprojekt, in dem es ganz viel ums Anderssein geht und darum, wie aus dreimal anders doch einmal Miteinander werden kann. Ein Sommerbuch irgendwo mitten in schwedischen Birkenwäldern. Ein bisschen Geduld müsst ihr noch haben, dann erzähle ich euch mehr.


Der zweite Grund: Die aktuelle Politik, das Tagesgeschehen. Manchmal mochte ich den Computer schon gar nicht mehr hochfahren, die sozialen Netzwerke schon gar nicht mehr nach Nachrichten durchforsten. Von Trump über Erdogan, jeden Morgen bin ich fast dankbar dafür, dass diese Erde sich überhaupt noch dreht. Und jeden Abend beim Einschlafen hoffe ich, dass sie das auch am nächsten Morgen noch tun wird. Ich habe mich - Twitter sei dank - ziemlich in die Geschehnisse reingesteigert. Und habe gemerkt, das tut mir nicht gut. Ich bin zwar ein aktiver und durchaus auch politischer Mensch, aber hier fühle ich mich Geschehnissen hilflos ausgeliefert, an denen ich nichts ändern kann. Und das machte mich zunehmend erst müde, dann krank. 

Ich habe eine Fluchttür gesucht und auch gefunden: Das Schreiben. Ich habe schon lange nicht mehr so viel geschrieben wie in den letzten Wochen. Nicht nur am Manuskript, nein, auch wenn Frau Agentin das sicher inständig hofft. Aber ich habe auch viele Schreibübungen gemacht, Kurzgeschichten geschrieben, Morgenseiten wurden zu Mittags- und dann wieder zu Abendseiten. Ich habe ganze Kladden mit meinen Gedanken, Gefühlen, Beobachtungen gefüllt. Habe mich auf Schreibabenteuer und Schreibspiele eingelassen, habe die Welt um mich herum aus der Perspektive meines Küchentisches, einer Stehlampe oder auch einer Blaumeise betrachtet. Und auf einmal, weit weg vom großen Weltgeschehen ist mir das passiert, das Natalie Goldberg in ihrem wunderbaren Buch vom "Schreiben in Cafes" so beschreibt:

Wir beginnen, dieses Leben zu lieben, weil es unseres ist und wir in diesem Augenblick nichts Besseres finden werden.

Diese Erkenntnis traf mich wie ein Blitz. Nicht, weil sie so neu ist, aber weil ich sie fast vergessen hatte in all dem Gewusel um mich herum. Ich habe mir das Leben, in dem ich mich fast verloren hatte, wieder herbei geschrieben. Und es ist nicht einmal so, dass ich in diesem Augenblick nichts besseres finde, es ist vielmehr so, dass es das beste ist, das ich habe. Denn es ist mein Leben. Und mein Schreiben, ohne das es gar nicht mein Leben wäre.

Susan Sonntag hat gesagt: Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke. Viel zu lange habe ich gedacht, um herauszufinden, was ich schreiben soll. Und mich damit über viele Monate selbst blockiert. Es war ein bisschen so wie Bücher darüber zu lesen, wie wichtig das Atmen ist, statt einfach zu atmen. Jetzt schreibe ich wieder. Und atme. Die Welt da draußen ist keine bessere geworden. Aber es ist wieder meine. Und in ihr verbergen sich noch tausend Geschichten, die gefunden und aufgeschrieben werden wollen. So wie die vom Anderssein.


Dienstag, 11. April 2017

Gartenspaziergang

Mein Garten war zwei Jahre lang Brachland. Ist immer noch wild und wüst an vielen Stellen. Aber zwei Gemüsebeete und ein Hochbeet sind inzwischen entstanden. Und viele kleine blühende Inseln. Einen ersten Rundgang habe ich für euch mit der Kamera festgehalten.